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Merkur

Hat Galilei die Sichelgestalt von Merkur entdeckt?

Nein. Seine Teleskope waren zwar gut genug, um die Sichelgestalt der Venus zu sehen. Aber nicht gut genug, um die Sichelgestalt von Merkur zu erkennen.

Hat Kopernikus Merkur gesehen?

Es wird berichtet, dass Nikolaus Kopernikus noch auf dem Sterbebett geklagt haben soll, er habe niemals Merkur mit eigenen Augen gesehen. Diese Geschichte ist jedoch kaum glaubwürdig.

Warum ist Merkur so selten sichtbar?

Merkur läuft mit geringem Abstand relativ schnell um die Sonne. Er befindet sich also stets mehr oder weniger dicht am gleissenden Glutball der Sonne. Nur wenn Merkur von der Erde aus gesehen den grössten Abstand zur Sonne hat, kann man ihn für einige Tage in der Dämmerung mit blossem Auge erkennen.

Was hat Merkur mit der Relativitätstheorie zu tun?

Die Ellipse der Umlaufbahn von Merkur um die Sonne dreht sich im Laufe der Zeit. Die Stärke dieser Veränderung bestätigt sehr gut die von Albert Einstein in seiner allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagte Krümmung der Raumzeit in der Nähe der massereichen Sonne.

Welche Farbe hat Merkur?

Die Oberfläche von Merkur besteht aus sehr dunklem, fast schwarzem Gestein. Merkur reflektiert weniger als ein Zehntel des einfallenden Sonnenlichtes. Trotzdem sieht man im Teleskop die hell beleuchtete Tagseite von Merkur gleissend weiss leuchten, während die dunkle Nachtseite nicht sichtbar ist.

Wie groß ist Merkur?

Merkur hat einen Durchmesser von 4878 km. Das ist etwas mehr als ein Drittel des Erddurchmessers.

Wie ist das Wetter auf Merkur?

Merkur hat keine Atmosphäre. Daher gibt es dort kein Wetter im eigentlichen Sinn. Die Temperatur des Gesteinsbodens auf Merkur kann tagsüber weit über 400 Grad Celsius erreichen und sinkt nachts auf annähernd minus 200 Grad Celsius ab.

Wie kommt Merkur zu seinem Namen?

Vermutlich wegen seiner flinken Bewegungen am Sternhimmel wurde gerade dieser Planet von den alten Griechen als Sinnbild für den Götterboten Hermes angesehen. Bei den Römern wurde dann Hermes zu Mercurius, daraus wurde inzwischen Merkur.

Dass sich der Planet meist in der Dämmerung versteckt hält und nur selten für einige Tage am Abend- oder Morgenhimmel gesehen werden kann, korrespondiert gut mit den Ehrenämtern, die der Götterbote Hermes übernommen hat. Er ist unter anderem der Schutzherr der Händler, der Wegelagerer und der Diebe.

Für die Alchemisten korrespondierte Merkur mit dem Metall Quecksilber. Quecksilber hiess bei den Römern mercurium und heisst im englischen Sprachraum mercury. Auch ein besonders bewegungsfreudiger Popsänger hat sich Mercury als Künstlernamen ausgewählt.

Wie lang ist ein Merkurtag?

Ein Tag auf Merkur, also die Zeit, die zwischen zwei Sonnenaufgängen auf Merkur vergeht, dauert 176 Erdentage.

Wie lange dauert ein Merkurjahr?

Merkur läuft in 88 Tagen einmal um die Sonne. Ein Jahr auf Merkur dauert 88 Erdentage, also nur halb so lang wie ein Merkurtag!

Wie nahe ist Merkur bei der Sonne?

Merkur läuft auf einer stark elliptischen Bahn um die Sonne. Sein Abstand zur Sonne schwankt zwischen 46 und 70 Millionen Kilometer. Damit ist Merkur stets weniger als halb so weit wie die Erde von der Sonne entfernt, kommt der Sonne jedoch bis zu dreimal näher, als die Erde es tut.

Wie schnell dreht sich Merkur?

Merkur dreht sich sehr langsam: in knapp 59 Erdentagen einmal um seine Achse.

Wie schnell ist Merkur?

Merkur ist der schnellste Planet in unserem Sonnensystem. Er bewegt sich mit Geschwindigkeiten zwischen 39 und 59 km pro Sekunde um die Sonne. Das entspricht 140000 bzw. 212000 km pro Stunde. Merkur bewegt sich in etwa 100 Sekunden um einen ganzen Merkurdurchmesser vorwärts.

Wie schwer ist Merkur?

Merkur hat 5,5 Prozent der Masse der Erde. In Kilogramm ausgedrückt ist das eine Drei mit 23 Nullen.

Wie sieht die Merkurlandschaft aus?

Auf Merkur sieht es ähnlich aus, wie auf dem Mond: Die Merkuroberfläche ist eine kraterübersäte Gesteinswüste.

Wie sieht Merkur im Teleskop aus?

Selbst mit den grössten Teleskopen sind so gut wie keine Oberflächenstrukturen auf Merkur erkennbar. Da Merkur von der Sonne einseitig beleuchtet wird und wir von der Erde aus mal mehr mal weniger von der hellen Tagseite des Merkur sehen können, wechselt Merkur - genau wie der Mond - regelmässig seine Beleuchtungsphasen. Man kann im Teleskop also eine mehr oder weniger schmale Sichelgestalt erkennen. Die dunkle Nachtseite von Merkur ist nicht sichtbar.

Wie weit ist Merkur von der Erde entfernt?

Merkur wandert innerhalb der Erdbahn sehr schnell um die Sonne. Alle 116 Tage überholt Merkur die Erde. Dabei kommt er manchmal 80 Mio km dicht an die Erde heran. Wenn er dann weiterzieht, bewegt er sich - von uns aus gesehen - hinter der Sonne. Dann kann sein Abstand zur Erde auf 220 Mio km anwachsen.