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Fragen und Antworten

Gibt es ausserirdisches Leben?

Das wissen wir auch nicht. Und zwar deshalb nicht, weil noch niemals ausserirdisches Leben entdeckt wurde! Sonst könnten wir die Frage nämlich beantworten.

In unserem Sonnensystem gibt es einige auserwählte Plätze wo es eventuell einige Algen oder Bakterien hätte geben können. An keinem dieser Orte wurden aber Lebewesen oder Fossilien gefunden.

Sicher gibt es im Universum gar nicht so selten die für unser Leben notwendigen Grundsubstanzen. Sicher gibt es im Universum viele Orte, an denen sich hätte Leben entwickeln können. Das heisst aber nicht, dass wir davon ausgehen können dass diese Plätze heute auch bewohnt sind.

Ausschliessen kann man aber, dass ausserirdische Wesen unerkannt unter uns Leben, in Raumfahrzeugen die Milchstrasse durchqueren, oder gar von Galaxie zu Galaxie reisen. Genauso kann man ausschliessen, dass Flugkörper oder Leuchterscheinungen am irdischen Nachthimmel mit intelligenten ausserirdischen Wesen in Zusammenhang stehen.

Hat der Merkurdurchgang Auswirkungen auf die Erde?

Das besondere Ereignis Merkurdurchgang beruht einzig auf dem Blickwinkel, unter dem wir Merkur und Sonne beobachten. Ein Beobachter, der nur wenige Tausend Kilometer entfernt ist, sieht Merkur seitlich an der Sonne vorüberziehen, wie Merkur es alle 116 Tage macht. Es gibt keine besonderen Konstellationen oder Kräfte, die auf die Erde wirken könnten.

Hat der Merkurdurchgang Auswirkungen auf die Menschen?

Merkur überholt die Erde alle 116 Tage. Das besondere an einem Merkurdurchgang ist lediglich der besonders günstige Blickwinkel, unter dem wir diesen Überholvorgang beobachten können. Dieser Blickwinkel erlaubt es, dass wir ausnahmsweise Merkur vor der Sonnenscheibe beobachten können.

Ein Merkurdurchgang hat Einfluss auf die Menschen:

  • Monatelange Vorbereitungen auf das Ereignis.
  • Spannungsvolle Erwartungen.
  • Bangen, ob der Himmel klar wird.
  • Sorgfältiges Vorbereiten der Teleskope und Messgeräte.
  • Reporter suchen in letzter Minute noch einen sachkundigen Gesprächspartner. 
  • Astronomen sitzen auf ihren Koffern, um im letzten Moment an den Ort mit dem klarsten Himmel reisen zu können. 
  • Besucher stehen vor den Sternwarten Schlange, um einen Blick durch ein Teleskop werfen zu können.
  • Menschen blicken voller Gram auf die Ablehnung Ihres Urlaubsgesuches ...

Allerdings sind diese Auswirkungen nicht in der Physik des Ereignisses, sondern in der Neugier, dem Perfektionismus, der Sensationslust oder dem Charakter der Menschen begründet. Es gibt keine besonderen Konstellationen oder Kräfte, die sich auf Menschen und Tiere auswirken könnten.

Hat Galilei die Sichelgestalt von Merkur entdeckt?

Nein. Seine Teleskope waren zwar gut genug, um die Sichelgestalt der Venus zu sehen. Aber nicht gut genug, um die Sichelgestalt von Merkur zu erkennen.

Hat Kopernikus Merkur gesehen?

Es wird berichtet, dass Nikolaus Kopernikus noch auf dem Sterbebett geklagt haben soll, er habe niemals Merkur mit eigenen Augen gesehen. Diese Geschichte ist jedoch kaum glaubwürdig.

In welchem Sternbild finden Merkurdurchgänge statt?

Zwischen 1950 und 2050 finden 15 Merkurdurchgänge statt. Im Sternbild Widder am 6.5.1957, am 9.5.1970, am 7.5.2003, am 9.5.2016 und am 7.5.2049. Im Sternbild Waage am 14.11.1953, am 7.11.1960, am 10.11.1973, am 13.11.1986, am 6.11.1993, am 15.11.1999, am 8.11.2006, am 11.11.2019, am 13.11.2032, am 7.11.2039.

Wegen der Lage der Bahnknoten von Merkur im Widder bei 46 Grad und in der Waage bei 226 Grad ekliptikaler Länge gibt es derzeit in den anderen elf Tierkreissternbildern keine Merkurdurchgänge. Die Sonne durchläuft im Laufe des Jahres dreizehn Sternbilder. Vom 18.April bis zum 13.Mai steht die Sonne im Sternbild Widder (28-54 Grad). Vom 30.Oktober bis zum 22.November wandert die Sonne durch das Sternbild Waage (218-241 Grad). 

Die Daten können um einen Tag abweichen, beispielsweise durch das Einfügen eines zusätzlichen Kalendertages in einem Schaltjahr. Im Laufe der Jahrhunderte wandern die Bahnknoten von Merkur und es verschiebt sich die Lage des Tierkreises durch die Präzession.

Kann man den Merkurdurchgang fotografieren?

Ja, man kann. Allerdings ist eine normale Fotoausrüstung dazu nicht ausreichend. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass es extrem gefährlich ist, einen Fotoapparat auf die Sonne zu richten! Nicht nur der Fotoapparat, vor allem unsere Augen würden unwiederbringlich geschädigt! Man benötigt spezielle Sonnenfilter!

Um die Sonne auf Kleinbildfilm formatfüllend abzubilden, bedarf es eines Objektives mit rund 2 Metern Brennweite. Auch damit ist der winzige Merkur auf dem Foto kaum erkennenbar. Selbst bei einem Objektiv mit 5 Metern Brennweite ist Merkur auf dem Film ein Pünktchen mit einem Durchmesser von einem Drittel Millimeter.

Muss ich mich für die Führung anmelden?

Eine Anmeldungen für Einzelpersonen und Kleingruppen ist nicht notwendig. Größere Gruppen sollten sich jedoch anmelden.

Wann findet der nächste Merkurdurchgang statt?

Der nächste Merkurdurchgang (Merkurtransit) findet am 9. Mai 2016 statt. Falls der Himmel klar sein sollte, wird er von Mitteleuropa aus beobachtbar sein. Den übernächsten Merkurdurchgang gibt es am am 11. November 2019. Dabei ist allerdings von Mitteleuropa aus zwar der Eintritt, aber nicht mehr der Austritt beobachtbar, da dann die Sonne bereits untergegangen sein wird.

Wann gab es die letzten Merkurdurchgänge?

Die letzten Merkurdurchgänge waren am 8. Novemver 2006, am 7. Mai 2003, am 15. November 1999, am 6. November 1993, am 13. November 1986, am 10. November 1973, und am 9. Mai 1970. Auch davor gab es natürlich schon Merkurdurchgänge.

Wann gibt es Merkurdurchgänge in der Zukunft?

Merkurdurchgänge (Merkurtransite) gibt es am 7. Mai 2003, am 8. November 2006, am 9. Mai 2016, am 11. November 2019, am 13. November 2032, am 7. November 2039 und am 7. Mai 2049. Allerdings sind nur einige davon von Mitteleuropa aus sichtbar.

Wann gibt es Merkurdurchgänge?

Dazu müssen zwei Dinge, die eigentlich voneinander unabhängig sind, gleichzeitig geschehen: Merkur muss die Erde auf der Innenbahn überholen. Und Merkur muss gleichzeitig die Erdbahnebene schneiden. Anders herum ausgedrückt: Die Merkurbahn muss zwischen Erde und Sonne die Erdbahnebene schneiden.

Naturgemäß hat die Merkurbahn zwei Schnittpunkte mit der Erdbahnebene. Man nennt diese Schnittpunkte auch die Bahnknoten. Um den 8. oder 9. Mai befindet sich der absteigende Knoten, um den 10. oder 11. November der aufsteigende Knoten zwischen Sonne und Erde.

Nun muss nur noch just an einem dieser Tage Merkur die Erde überholen. Da dies jedoch nur alle 116 Tage geschieht, erklärt sich die Seltenheit der Merkurdurchgänge.

Wann ist viel los auf der Sternwarte?

Auch wir sind immer wieder überrascht, wie wenige oder wie viele Besucher zu uns kommen. Dennoch lässt sich allgemein folgendes sagen: Zum Ende der Woche hin, bei zunehmendem Mond, wenn zuvor längere Zeit schlechtes Wetter war, wenn der Nachmittag besonders sonnig und schön war und ganz besonders bei Vollmond ist die Sternwarte meist gut besucht.

Wann ist wenig los auf der Sternwarte?

Allgemein gibt es zu Wochenbeginn, bei abnehmendem Mond, bei Neumond, oder wenn tagsüber schlechtes Wetter war eher weniger Besucherandrang auf der Sternwarte.

Wann öffnet die Sternwarte?

Die Sternwarte öffnet nur bei klarem Himmel. 

Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag

Januar bis März um 20 Uhr,

April um 21 Uhr

Mai bis August um 22 Uhr.

September um 21 Uhr

Okober bis Dezember um 20 Uhr

Von März bis Oktober gibt es Sonntags um 15 Uhr öffentliche Sonnenführungen.

Nach vorheriger Terminvereinbarung gibt es auch Sonderführungen, zu anderen Zeiten, oder bei bedecktem Himmel.

Warum finden die Sonnenführungen am frühen Nachmittag statt?

Um die Sonne gut beobachten zu können, sollte sie hoch über dem Horizont stehen. Das ist am frühen Nachmittag der Fall. Im Winter steht die Sonne selbst mittags so tief, daß es schwierig ist, sie zu beobachten.

Warum finden die Sternführungen auf der Sternwarte erst so spät am Abend statt?

Tagsüber steht unser Heimatstern, die Sonne am Himmel. Das Sonnenlicht ist so hell, daß man die anderen Sterne nicht sehen kann. Der Mond und die hellen Planeten lassen sich oft schon in der Dämmerung gut beobachten. Um Sternhaufen, Nebel und Galaxien sehen zu können muß es jedoch richtig dunkel sein.

Warum ist Merkur so selten sichtbar?

Merkur läuft mit geringem Abstand relativ schnell um die Sonne. Er befindet sich also stets mehr oder weniger dicht am gleissenden Glutball der Sonne. Nur wenn Merkur von der Erde aus gesehen den grössten Abstand zur Sonne hat, kann man ihn für einige Tage in der Dämmerung mit blossem Auge erkennen.

Warum war die Sternwarte geschlossen, obwohl der Himmel klar war?

Die Sternwarte ist auch bei klarem Himmel nur zu bestimmten Öffungszeiten geöffnet. Bei der Planung sind wir auf die Wettervorhersagen und den eigenen Blick in den Himmel angewiesen. In seltenen Ausnahmefällen kann es daher vorkommen, daß zu den angegebenen Öffnungszeiten die Wolkendecke völlig überraschend aufreisst und wir leider nicht mehr rechtzeitig vor Ort sein können um die Sternwarte für Sie zu öffnen. Wir bitten in diesem Falle um Ihr Verständnis.

Was empfehlen Sie als Kleidung?

Die Sternführungen finden unter freiem Himmel statt. Wir empfehlen Ihnen daher, die Kleidung den vorherrschenden Außentemperaturen anzupassen. Das Sternwartengebäude ist nicht beheizt, um Störungen durch aufsteigende Wärme zu vermeiden. Vor allem im Winter sollten Sie daher auf warme Kleidung achten. Hände und Füße kühlen rasch aus und sollten daher sorgfältig vor Wind und Kälte geschützt werden.

Was hat Merkur mit der Relativitätstheorie zu tun?

Die Ellipse der Umlaufbahn von Merkur um die Sonne dreht sich im Laufe der Zeit. Die Stärke dieser Veränderung bestätigt sehr gut die von Albert Einstein in seiner allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagte Krümmung der Raumzeit in der Nähe der massereichen Sonne.

Was ist der Unterschied zwischen einem Merkurtransit und einem Merkurdurchgang?

Beides sind Bezeichnungen für den gleichen Sachverhalt: Vom Blickpunkt der Erde aus befindet sich Merkur vor der Sonnenscheibe.

Was ist der Unterschied zwischen einem Stern und einem Planet?

"Planet" kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt "Wandelstern". Gegenüber den scheinbar feststehenden Sternen, bewegen sich die Planeten im Laufe der Zeit. Da auch Sonne und Mond durch den Sternenhimmel wandern, wurden sie früher zu den Planeten gezählt.

Heute weiss man, dass die Sonne ein Stern ist, den die Planeten umkreisen. Die scheinbare Bewegung der Sonne durch den Tierkreis ist nur das Spiegelbild der Bewegung der Erde, die ein Planet ist und jährlich die Sonne umkreist.

Monde wiederum kreisen um Planeten. Sterne leuchten selbst. In ihrem Inneren wird Energie durch Kernfusion erzeugt. Es sind glühende Gaskugeln, viel massiger, größer und heisser als Planeten.

Planeten erzeugen kein Licht. Sie werden von dem Stern, den sie umkreisen, beleuchtet.

Es gibt allerdings Sterne, die bereits ausgebrannt sind, oder noch nicht gezündet haben, keine Energie erzeugen und deshalb auch nicht leuchten.

Was ist ein Merkurdurchgang ?

Bei einem Merkurdurchgang wandert Merkur von der Erde aus gesehen genau vor der Sonne vorüber. Mit geeigneten Instrumenten kann man ihn dann als winzigen schwarzen Punkt vor der Sonnenscheibe beobachten. Weitere Informationen finden sich beim Stichwort Merkurtransit.

Was ist ein Merkurdurchgang?

Bei einem Merkurdurchgang wandert Merkur von der Erde aus gesehen genau vor der Sonne vorüber. Mit geeigneten Instrumenten kann man ihn dann als winzigen schwarzen Punkt vor der Sonnenscheibe beobachten. Weitere Informationen finden sich beim Stichwort Merkurtransit.

Was ist ein Merkurtransit ?

Merkur ist weniger als halb so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Er läuft in nur 88 Tagen um die Sonne. Alle 116 Tage überholt Merkur die Erde. Da die Merkurbahn gegenüber der Erdbahn geneigt ist, wandert Merkur meist oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei. Das ist eine Frage des Blickwinkels, unter dem Merkur und Sonne von der Erde aus sichtbar sind.
In seltenen Fällen ist unser Blickwinkel so günstig, dass sich Merkur von der Erde aus gesehen über die Sonnenscheibe bewegt. Mit speziell ausgerüsteten Sonnenteleskopen kann man ihn dann als winzigen, schwarzen Punkt vor der Sonne beobachten.

Was ist ein Merkurtransit?

Merkur ist weniger als halb so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Er läuft in nur 88 Tagen um die Sonne. Alle 116 Tage überholt Merkur die Erde. Da die Merkurbahn gegenüber der Erdbahn geneigt ist, wandert Merkur meist oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei. Das ist eine Frage des Blickwinkels, unter dem Merkur und Sonne von der Erde aus sichtbar sind. In seltenen Fällen ist unser Blickwinkel so günstig, dass sich Merkur von der Erde aus gesehen über die Sonnenscheibe bewegt. Mit speziell ausgerüsteten Sonnenteleskopen kann man ihn dann als winzigen, schwarzen Punkt vor der Sonne beobachten.

Was ist eine Mondfinsternis?

Mond und Erde werden einseitig von der Sonne beschienen. Auf der sonnenabgewandten Seite der Erde ragt der Schatten der Erdkugel in den Weltraum. Geraet der Mond bei seinem monatlichen Umlauf um die Erde in den Bereich dieses Schattens, so kann die Sonne ihn nicht mehr beleuchten, er verfinstert sich.

Was ist eine partielle Sonnenfinsternis?

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond die Sonne. Je nach dem, von wo aus man die Finsternis beobachtet, wird die Sonne teilweise, oder sogar ganz bedeckt. Begibt man sich dorthin, von wo aus gesehen der Mond die Sonne komplett bedeckt, erlebt man eine sogenannte totale Sonnenfinsternis.

Befindet man sich an anderer Stelle, dann verdeckt der Mond die Sonne nicht ganz, sondern lässt stets in Stück der Sonne unbedeckt. Man spricht von einer partiellen Sonnenfinsternis. Je nach Beobachtungsort, erscheint uns also ein und die selbe Sonnenfinsternis partiell oder total.

Was ist eine ringförmige Sonnenfinsternis?

Bei einer Sonnenfinsternis bedeckt der Mond vom Blickpunkt des Beobachters aus gesehen, die Sonnenscheibe.

Die Sonne ist zwar rund 400 mal größer als der Mond, aber auch 400 mal weiter weg. Dieser Zufall der Natur sorgt dafür, dass Mond und Sonne von der Erde aus gesehen etwa gleich gross erscheinen. Bei einer Sonnenfinsternis wird die Sonne vom Mond gerade abgedeckt. Mond und Sonne haben aber nicht immer den selben Abstand zur Erde. Befindet sich der Mond besonders weit von der Erde weg, erscheint er etwas kleiner.

Kommt die Erde der Sonne besonders nah, erscheint die Sonne etwas größer. So kann es vorkommen, dass der Mond die Sonne nicht ganz abdeckt, sondern rund um den Mond ein grell leuchtender Ring der Sonne zu sehen ist. Dies nennt man eine ringförmige Sonnenfinsternis.

Was ist eine Sonnenfinsternis?

Die Erdkugel wird einseitig von der Sonne beschienen. Der Mond bewegt sich allmonatlich um die Erdkugel herum. Gerät er dabei genau zwischen Sonne und Erde, so können die Sonnenstrahlen die Erde nicht mehr überall erreichen, der Schatten des Mondes fällt auf die Erdoberfläche. Von der Erde aus gesehen verdeckt der Mond die Sonne.

Was ist, wenn ich den Merkurdurchgang verpasst habe?

Der nächste Merkurdurchgang ist am 9. Mai 2016.

Welche Ausrüstung braucht man um den Merkurdurchgang beobachten zu können?

Wir empfehlen den Besuch einer Sternwarte. Dort kann der Merkurdurchgang gefahrlos beobachtet werden. 

Unbedingt notwendig ist ein ausreichend starker und sicherer Sonnenschutzfilter! Sonst würden die Augen erheblich geschädigt, möglichweise würde man sogar erblinden!

Da Merkur nur ein winziges Pünktchen vor der Sonnenscheibe ist, sollte ein optisch gut auflösendes Teleskop mit 30 facher Vergrößerung und einem dazu passenden Sonnenfilter (!)auf einer stabilen Montierung verwendet werden. Sucher am Teleskop müssen ebenfalls einen Sonnenfilter haben, oder abgedeckt werden.

Sonnenfinsternisbrillen sind zwar zur Beobachtung von grossen Sonnenflecken geeignet, aber nicht ausreichend, um den winzigen Merkur vor der Sonne erkennen zu können.

Auch Feldstecher müssen unbedingt mit guten Sonnenfiltern ausgerüstet werden. Wenn man den Feldstecher auf ein Stativ schraubt oder fest auflegt, kann Merkur ab 10 facher Vergrößerung erkannt werden. Geschwärzte Glasscheiben, Rettungsfolien, Sonnenbrillen, Musik-CDs und andere Haushaltswaren führen recht schnell zu bleibenden Augenschäden, ohne dass auch nur im entferntesten die Möglichkeit bestehen würde, Merkur sehen zu können. Filter die aufs Okular aufgeschraubt werden, dürfen auf keinen Fall verwendet werden. Sie erhitzen sich sehr schnell und können zerplatzen.

Welche Farbe hat Merkur?

Die Oberfläche von Merkur besteht aus sehr dunklem, fast schwarzem Gestein. Merkur reflektiert weniger als ein Zehntel des einfallenden Sonnenlichtes. Trotzdem sieht man im Teleskop die hell beleuchtete Tagseite von Merkur gleissend weiss leuchten, während die dunkle Nachtseite nicht sichtbar ist.

Wie groß ist Merkur?

Merkur hat einen Durchmesser von 4878 km. Das ist etwas mehr als ein Drittel des Erddurchmessers.

Wie gross erscheint Merkur beim Durchgang vor der Sonne?

Der Durchmesser der Sonne ist fast 300 mal größer als der Durchmesser von Merkur. Da Merkur beim Durchgang vor der Sonne uns etwas näher ist als die Sonne, erscheint der Durchmesser der Sonnenscheibe rund 150 mal grösser als der Durchmesser der Merkurscheibe. Die Fläche der Merkurscheibe bedeckt etwa den 25000sten Teil der Sonnenscheibe.

Wie häufig gibt es einen Merkurdurchgang?

Merkurdurchgänge (Merkurtransite) sind seltene Ereignisse. Durch die starke Neigung der Merkurbahn gegenüber der Erdbahn zieht Merkur meist oberhalb oder unterhalb der Sonnenscheibe vorüber. Zwischen den Merkurdurchgängen liegen viele Jahre. Innerhalb von hundert Jahren, gibt es rund ein Dutzend Merkurdurchgänge.

Wie ist das Wetter auf Merkur?

Merkur hat keine Atmosphäre. Daher gibt es dort kein Wetter im eigentlichen Sinn. Die Temperatur des Gesteinsbodens auf Merkur kann tagsüber weit über 400 Grad Celsius erreichen und sinkt nachts auf annähernd minus 200 Grad Celsius ab.

Wie kann man den Merkurtransit beobachten?

Es müssen unbedingt Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden, um unsere Augen vor der grellen Sonne zu schützen! Der Blick in die Sonne führt zu schweren Augenschädigungen. Benutzt man dazu optische Instrumente, einen Feldstecher beispielsweise, kann man unwiederbringlich sein Augenlicht verlieren!

Um Merkur vor der Sonne zu beobachten, benötigt man also unbedingt spezielle Sonnenfilter. Galileo Galilei bezahlte seinen Wissensdurst mit Erblindung. Um den winzigen Merkur vor der Sonne zu erkennen, braucht man Instrumente mit guter Abbildungsqualität und mindestens 30-facher Vergrößerung. Es sei daher der Besuch einer Sternwarte empfohlen. Dort gibt es Instrumente in guter Qualität und wirksame Schutzfilter zur sicheren Sonnenbeobachtung.

Wie kommt Merkur zu seinem Namen?

Vermutlich wegen seiner flinken Bewegungen am Sternhimmel wurde gerade dieser Planet von den alten Griechen als Sinnbild für den Götterboten Hermes angesehen. Bei den Römern wurde dann Hermes zu Mercurius, daraus wurde inzwischen Merkur.

Dass sich der Planet meist in der Dämmerung versteckt hält und nur selten für einige Tage am Abend- oder Morgenhimmel gesehen werden kann, korrespondiert gut mit den Ehrenämtern, die der Götterbote Hermes übernommen hat. Er ist unter anderem der Schutzherr der Händler, der Wegelagerer und der Diebe.

Für die Alchemisten korrespondierte Merkur mit dem Metall Quecksilber. Quecksilber hiess bei den Römern mercurium und heisst im englischen Sprachraum mercury. Auch ein besonders bewegungsfreudiger Popsänger hat sich Mercury als Künstlernamen ausgewählt.

Wie lang ist ein Merkurtag?

Ein Tag auf Merkur, also die Zeit, die zwischen zwei Sonnenaufgängen auf Merkur vergeht, dauert 176 Erdentage.

Wie lange dauert ein Merkurdurchgang?

Das ist ganz unterschiedlich: Es hängt davon ab, ob Merkur nur knapp am Rande der Sonnenscheibe vorbeizieht oder die ganze Scheibe zentral überquert. Ausserdem hängt es von den Abstandsverhältnissen zwischen Sonne, Merkur und Erde sowie von den Bahngeschwindigkeiten der beiden Planeten ab. Auch die Position des Beobachters auf der Erde spielt eine Rolle. Merkurdurchgänge können bis zu acht Stunden dauern. Manche Merkurdurchgänge dauern nur wenige Minuten. Der Merkurdurchgang am 7. Mai 2003 dauerte über fünf Stunden, der Merkurdurchgang vom 5. November 1999 nur 52 Minuten.

Wie lange dauert ein Merkurjahr?

Merkur läuft in 88 Tagen einmal um die Sonne. Ein Jahr auf Merkur dauert 88 Erdentage, also nur halb so lang wie ein Merkurtag!

Wie nahe ist Merkur bei der Sonne?

Merkur läuft auf einer stark elliptischen Bahn um die Sonne. Sein Abstand zur Sonne schwankt zwischen 46 und 70 Millionen Kilometer. Damit ist Merkur stets weniger als halb so weit wie die Erde von der Sonne entfernt, kommt der Sonne jedoch bis zu dreimal näher, als die Erde es tut.

Wie schnell dreht sich Merkur?

Merkur dreht sich sehr langsam: in knapp 59 Erdentagen einmal um seine Achse.

Wie schnell ist Merkur?

Merkur ist der schnellste Planet in unserem Sonnensystem. Er bewegt sich mit Geschwindigkeiten zwischen 39 und 59 km pro Sekunde um die Sonne. Das entspricht 140000 bzw. 212000 km pro Stunde. Merkur bewegt sich in etwa 100 Sekunden um einen ganzen Merkurdurchmesser vorwärts.

Wie schwer ist Merkur?

Merkur hat 5,5 Prozent der Masse der Erde. In Kilogramm ausgedrückt ist das eine Drei mit 23 Nullen.

Wie sieht die Merkurlandschaft aus?

Auf Merkur sieht es ähnlich aus, wie auf dem Mond: Die Merkuroberfläche ist eine kraterübersäte Gesteinswüste.

Wie sieht Merkur beim Durchgang vor der Sonne aus?

Wenn Merkur vor der Sonnenscheibe steht, blicken wir auf die Nachtseite von Merkur. Er erscheint als winziges schwarzes Pünktchen vor dem gleissenden Glutball der Sonne. Das Pünktchen hat einen Durchmesser von 10 oder 12 Bogensekunden. Das ist weniger als der Hundertfünfzigste Teil des Durchmessers der Sonnenscheibe.

Wie sieht Merkur im Teleskop aus?

Selbst mit den grössten Teleskopen sind so gut wie keine Oberflächenstrukturen auf Merkur erkennbar. Da Merkur von der Sonne einseitig beleuchtet wird und wir von der Erde aus mal mehr mal weniger von der hellen Tagseite des Merkur sehen können, wechselt Merkur - genau wie der Mond - regelmässig seine Beleuchtungsphasen. Man kann im Teleskop also eine mehr oder weniger schmale Sichelgestalt erkennen. Die dunkle Nachtseite von Merkur ist nicht sichtbar.

Wie weit ist Merkur von der Erde entfernt?

Merkur wandert innerhalb der Erdbahn sehr schnell um die Sonne. Alle 116 Tage überholt Merkur die Erde. Dabei kommt er manchmal 80 Mio km dicht an die Erde heran. Wenn er dann weiterzieht, bewegt er sich - von uns aus gesehen - hinter der Sonne. Dann kann sein Abstand zur Erde auf 220 Mio km anwachsen.

Wieviele Planeten gibt es?

In unserem Sonnensystem gibt es acht große Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.Pluto zählt heute nicht mehr zu den Planeten. Er trägt die Bezeichnung Zwergplanet. Der Grund dafür ist, daß Pluto Teil einer Gruppe kleiner Körper, der sogenannten Trans-Neptun-Objekte ist. Pluto hat etwa 2300 km Durchmesser, sein ständiger Begleiter Charon rund 1200 km. Schon unser Erd-Mond hat fast 3500 km Durchmesser. Der kleinste der acht Planeten, Merkur, hat knapp 4900 km. Daneben gibt es noch unzählige Kleinplaneten, deren Anzahl nur geschätzt werden kann: Mehrere Hunderttausend sind bereits bekannt.

Nicht nur unser Heimat-Stern, die Sonne, hat Planeten. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wurden bei weit über 1000 Sternen in unserer Nachbarschaft Planeten entdeckt.

Durch die gezielte Suche mit speziell dafür konstruierten Teleskopen und Satelliten hat sich in jüngster Zeit die Anzahl der entdeckten Exoplaneten auf viele Tausend gesteigert.

Dies ist nur die Spitze des Eisberges. Durch bessere Technik und intensive Suche steigt diese Zahl ständig.

Um eine vorsichtige Abschätzung vorzunehmen, sei folgendes Gedankenspiel angeführt: Eine durchschnittliche Galaxie hat rund 100 Milliarden Sterne. Wahrscheinlich gibt es bei mindestens jedem zehnten Stern Planeten. Das wären in unserer Milchstrasse einige zehn Milliarden Planeten, in jeder unserer grossen Nachbargalaxien ebenfalls jeweils rund zehn Milliarden. In der weiteren Umgebung unserer Milchstrasse gibt es rund eine Milliarde Galaxien also rund zehn Trillionen Planeten. Der von der Erde aus sichtbare Teil des Universums umfasst rund hundert Milliarden Galaxien. Somit ergibt sich eine Anzahl von rund einer Trilliarde, also 1000000000000000000000 Planeten in dem Teil des Universums, den man von der Erde aus beobachten kann. Was von der Erde aus beobachtet werden kann, ist allerdings nur ein allerwinzigster Teil des Universums welches vor knapp 14 Milliarden Jahren im Urknall entstanden ist. Nach Berechnungen der Kosmologen kommen zu den 21 Nullen an der oben berechneten Trilliarde noch einige Hundert oder gar einige Tausend Nullen zusätzlich, wenn man diese Abschätzung auf das ganze Universum ausweitet.

Wieviele Sterne gibt es?

Mit freiem Auge können bei besten Bedingungen etwa 5000 Sterne erkannt werden. In den Städten mit ihrem aufgehellten Himmel deutlich weniger. Mit großen Teleskopen und fotografischen Methoden können von der Erde aus mehrere 10 Milliarden einzelne Sterne erfasst werden. Im sichtbaren Universum gibt es rund 100 Milliarden Galaxien, die im Schnitt jeweils 100 Milliarden Sterne enthalten. Große Galaxien sogar viele hundert Milliarden. Das ergibt eine Zahl mit 22 Nullen: Einige zehn Trilliarden Sterne.

Wird beim Merkurdurchgang die Sonne verfinstert?

Natürlich schattet Merkur einen Teil des Sonnenlichtes ab. Er bedeckt allerdings nur 0,004 Prozent der Sonnenscheibe. Ein irdisches Insekt, welches zufälligerweise vor der Sonne vorüberfliegt, verdunkelt die Sonne um ein Vielfaches stärker als der Planet Merkur.