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Fragen und Antworten

Gibt es ausserirdisches Leben?

Das wissen wir auch nicht. Und zwar deshalb nicht, weil noch niemals ausserirdisches Leben entdeckt wurde! Sonst könnten wir die Frage nämlich beantworten.

In unserem Sonnensystem gibt es einige auserwählte Plätze wo es eventuell einige Algen oder Bakterien hätte geben können. An keinem dieser Orte wurden aber Lebewesen oder Fossilien gefunden.

Sicher gibt es im Universum gar nicht so selten die für unser Leben notwendigen Grundsubstanzen. Sicher gibt es im Universum viele Orte, an denen sich hätte Leben entwickeln können. Das heisst aber nicht, dass wir davon ausgehen können dass diese Plätze heute auch bewohnt sind.

Ausschliessen kann man aber, dass ausserirdische Wesen unerkannt unter uns Leben, in Raumfahrzeugen die Milchstrasse durchqueren, oder gar von Galaxie zu Galaxie reisen. Genauso kann man ausschliessen, dass Flugkörper oder Leuchterscheinungen am irdischen Nachthimmel mit intelligenten ausserirdischen Wesen in Zusammenhang stehen.

Wann öffnet die Sternwarte wieder?

Nach langen Monaten der Renovierung und Sanierung nach dem verheerenden Brandanschlag können wir die Sternwarte Stuttgart endlich wieder eröffnen.

Dazu veranstaltet die Sternwarte am 24. März ab 15 Uhr einen Tag der offenen Tür.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen, der Eintritt ist frei!

Voraussichtlich ab April werden wieder regelmäßig abendliche Führungen angeboten.

Wann öffnet die Sternwarte?

Leider sind die Brandfolgen des Brandanschlags vom November 2015 noch nicht so weit beseitigt, dass wir regelmäßige Führungen am Abend anbieten können.

Allerdings gibt es bei klarer Sicht auf die Sonne Samstags um 15 Uhr Sonnenführungen mit mobilen Geräten. Diese Führungen sind kostenfrei, über Spenden freuen wir uns natürlich!

Warum finden die Sonnenführungen am frühen Nachmittag statt?

Um die Sonne gut beobachten zu können, sollte sie hoch über dem Horizont stehen. Das ist am frühen Nachmittag der Fall. Im Winter steht die Sonne selbst mittags so tief, daß es schwierig ist, sie zu beobachten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Stern und einem Planet?

"Planet" kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt "Wandelstern". Gegenüber den scheinbar feststehenden Sternen, bewegen sich die Planeten im Laufe der Zeit. Da auch Sonne und Mond durch den Sternenhimmel wandern, wurden sie früher zu den Planeten gezählt.

Heute weiss man, dass die Sonne ein Stern ist, den die Planeten umkreisen. Die scheinbare Bewegung der Sonne durch den Tierkreis ist nur das Spiegelbild der Bewegung der Erde, die ein Planet ist und jährlich die Sonne umkreist.

Monde wiederum kreisen um Planeten. Sterne leuchten selbst. In ihrem Inneren wird Energie durch Kernfusion erzeugt. Es sind glühende Gaskugeln, viel massiger, größer und heisser als Planeten.

Planeten erzeugen kein Licht. Sie werden von dem Stern, den sie umkreisen, beleuchtet.

Es gibt allerdings Sterne, die bereits ausgebrannt sind, oder noch nicht gezündet haben, keine Energie erzeugen und deshalb auch nicht leuchten.

Was ist ein Merkurdurchgang ?

Bei einem Merkurdurchgang wandert Merkur von der Erde aus gesehen genau vor der Sonne vorüber. Mit geeigneten Instrumenten kann man ihn dann als winzigen schwarzen Punkt vor der Sonnenscheibe beobachten. Weitere Informationen finden sich beim Stichwort Merkurtransit.

Was ist ein Merkurtransit ?

Merkur ist weniger als halb so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Er läuft in nur 88 Tagen um die Sonne. Alle 116 Tage überholt Merkur die Erde. Da die Merkurbahn gegenüber der Erdbahn geneigt ist, wandert Merkur meist oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei. Das ist eine Frage des Blickwinkels, unter dem Merkur und Sonne von der Erde aus sichtbar sind.
In seltenen Fällen ist unser Blickwinkel so günstig, dass sich Merkur von der Erde aus gesehen über die Sonnenscheibe bewegt. Mit speziell ausgerüsteten Sonnenteleskopen kann man ihn dann als winzigen, schwarzen Punkt vor der Sonne beobachten.

Was ist eine Mondfinsternis?

Mond und Erde werden einseitig von der Sonne beschienen. Auf der sonnenabgewandten Seite der Erde ragt der Schatten der Erdkugel in den Weltraum. Geraet der Mond bei seinem monatlichen Umlauf um die Erde in den Bereich dieses Schattens, so kann die Sonne ihn nicht mehr beleuchten, er verfinstert sich.

Was ist eine partielle Sonnenfinsternis?

Bei einer Sonnenfinsternis verdeckt der Mond die Sonne. Je nach dem, von wo aus man die Finsternis beobachtet, wird die Sonne teilweise, oder sogar ganz bedeckt. Begibt man sich dorthin, von wo aus gesehen der Mond die Sonne komplett bedeckt, erlebt man eine sogenannte totale Sonnenfinsternis.

Befindet man sich an anderer Stelle, dann verdeckt der Mond die Sonne nicht ganz, sondern lässt stets in Stück der Sonne unbedeckt. Man spricht von einer partiellen Sonnenfinsternis. Je nach Beobachtungsort, erscheint uns also ein und die selbe Sonnenfinsternis partiell oder total.

Was ist eine ringförmige Sonnenfinsternis?

Bei einer Sonnenfinsternis bedeckt der Mond vom Blickpunkt des Beobachters aus gesehen, die Sonnenscheibe.

Die Sonne ist zwar rund 400 mal größer als der Mond, aber auch 400 mal weiter weg. Dieser Zufall der Natur sorgt dafür, dass Mond und Sonne von der Erde aus gesehen etwa gleich gross erscheinen. Bei einer Sonnenfinsternis wird die Sonne vom Mond gerade abgedeckt. Mond und Sonne haben aber nicht immer den selben Abstand zur Erde. Befindet sich der Mond besonders weit von der Erde weg, erscheint er etwas kleiner.

Kommt die Erde der Sonne besonders nah, erscheint die Sonne etwas größer. So kann es vorkommen, dass der Mond die Sonne nicht ganz abdeckt, sondern rund um den Mond ein grell leuchtender Ring der Sonne zu sehen ist. Dies nennt man eine ringförmige Sonnenfinsternis.

Was ist eine Sonnenfinsternis?

Die Erdkugel wird einseitig von der Sonne beschienen. Der Mond bewegt sich allmonatlich um die Erdkugel herum. Gerät er dabei genau zwischen Sonne und Erde, so können die Sonnenstrahlen die Erde nicht mehr überall erreichen, der Schatten des Mondes fällt auf die Erdoberfläche. Von der Erde aus gesehen verdeckt der Mond die Sonne.

Wieviele Planeten gibt es?

In unserem Sonnensystem gibt es acht große Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.Pluto zählt heute nicht mehr zu den Planeten. Er trägt die Bezeichnung Zwergplanet. Der Grund dafür ist, daß Pluto Teil einer Gruppe kleiner Körper, der sogenannten Trans-Neptun-Objekte ist. Pluto hat etwa 2300 km Durchmesser, sein ständiger Begleiter Charon rund 1200 km. Schon unser Erd-Mond hat fast 3500 km Durchmesser. Der kleinste der acht Planeten, Merkur, hat knapp 4900 km. Daneben gibt es noch unzählige Kleinplaneten, deren Anzahl nur geschätzt werden kann: Mehrere Hunderttausend sind bereits bekannt.

Nicht nur unser Heimat-Stern, die Sonne, hat Planeten. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wurden bei weit über 1000 Sternen in unserer Nachbarschaft Planeten entdeckt.

Durch die gezielte Suche mit speziell dafür konstruierten Teleskopen und Satelliten hat sich in jüngster Zeit die Anzahl der entdeckten Exoplaneten auf viele Tausend gesteigert.

Dies ist nur die Spitze des Eisberges. Durch bessere Technik und intensive Suche steigt diese Zahl ständig.

Um eine vorsichtige Abschätzung vorzunehmen, sei folgendes Gedankenspiel angeführt: Eine durchschnittliche Galaxie hat rund 100 Milliarden Sterne. Wahrscheinlich gibt es bei mindestens jedem zehnten Stern Planeten. Das wären in unserer Milchstrasse einige zehn Milliarden Planeten, in jeder unserer grossen Nachbargalaxien ebenfalls jeweils rund zehn Milliarden. In der weiteren Umgebung unserer Milchstrasse gibt es rund eine Milliarde Galaxien also rund zehn Trillionen Planeten. Der von der Erde aus sichtbare Teil des Universums umfasst rund hundert Milliarden Galaxien. Somit ergibt sich eine Anzahl von rund einer Trilliarde, also 1000000000000000000000 Planeten in dem Teil des Universums, den man von der Erde aus beobachten kann. Was von der Erde aus beobachtet werden kann, ist allerdings nur ein allerwinzigster Teil des Universums welches vor knapp 14 Milliarden Jahren im Urknall entstanden ist. Nach Berechnungen der Kosmologen kommen zu den 21 Nullen an der oben berechneten Trilliarde noch einige Hundert oder gar einige Tausend Nullen zusätzlich, wenn man diese Abschätzung auf das ganze Universum ausweitet.

Wieviele Sterne gibt es?

Mit freiem Auge können bei besten Bedingungen etwa 5000 Sterne erkannt werden. In den Städten mit ihrem aufgehellten Himmel deutlich weniger. Mit großen Teleskopen und fotografischen Methoden können von der Erde aus mehrere 10 Milliarden einzelne Sterne erfasst werden. Im sichtbaren Universum gibt es rund 100 Milliarden Galaxien, die im Schnitt jeweils 100 Milliarden Sterne enthalten. Große Galaxien sogar viele hundert Milliarden. Das ergibt eine Zahl mit 22 Nullen: Einige zehn Trilliarden Sterne.